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Frankfurt University Computer Science VSI Home Master Theses Imprint |
Diese Diplomarbeit legt - zusammen mit der Arbeit von Tobias Barth - die Grundlagen für autonomes Fahren mit einem mobilen Roboter im Innenraum-Bereich, also in so genannten Indoor-Umgebungen (autonomes Fahren ist nicht Bestandteil der Arbeit). Dazu wird ein Modell der dreidimensionalen Umwelt in Form einer zweidimensionalen Karte erstellt, das sich auf Messdaten stützt, die ein mobiler Roboter während der Fahrt mit seinen Sensoren aufnimmt. Als Plattform für beide Diplomarbeiten dient der dafür eigens in unserer Arbeitsgruppe entwickelte Roboter, der die Umgebung mit einer Stereokamera, Infrarot-Sensoren, etc. wahrnehmen kann. Das KartographierungsproblemDer Roboter soll ohne Verwendung absolut messender Positionssensoren (die auf fest installierte Hilfsmittel angewiesen sind) arbeiten. So steht man bei der Erkundung und Kartographierung unbekannten Gebiets vor zwei Problemen:
Das Kartographierungsproblem besteht darin, sowohl Lokalisierung als auch Kartographierung zu "lösen". Neben so genannten SLAMB-Verfahren ("simultaneous localization and map building"), die beide Probleme auf einmal lösen (sehr komplex), gibt es auch Lösungsansätze mit getrennte Bearbeitung der Probleme (einfacher, dafür zu hoch angenommene Unsicherheiten). In dieser Arbeit wird ein Kartographierungsverfahren vorgestellt, das Lokalisierungsdaten als Eingabe erhält (Positionsschätzung ist Teil der Diplomarbeit von Tobias Barth und wird mittels eines Kalman-Filters realisiert). Das Zusammenspiel der Arbeiten ist wie folgt:
KartenerstellungDie Umwelt wird mittels einer geometrischen Repräsentation in Form zweidimensionalen Rasterkarte modelliert. D.h. die Welt wird auf die Fahrbahnebene projiziert, über die ein gleichmässiges Gitter gelegt wird. Jedes Feldelement enthält Informationen über die Belegung des Raums mit einem Hindernis. Da sowohl Sensoren als auch die Lokalisierung potentiell fehlerbehaftete Ergebnisse liefern, enthält die Karte Informationen, die mit der Belegungswahrscheinlichkeit korrespondieren; man spricht auch von einer probabilistischen Rasterkarte. Eingehende Messungen müssen wegen der Echtzeitanforderungen beim Betrieb von autonomen mobilen Robotern inkrementell in die Karte eingearbeitet werden. Die Daten werden zunächst mittels eines Modells interpretiert und dann mit der bestehenden Karte überlagert. Das Zweikarten-Verfahren mit verzögerter EintragungAn die erstellten Karten richten sich zwei Anforderungen:
Weiterverarbeitende Algorithmen benötigen meist nur eine dieser Eigenschaften. Es scheint sinnvoll, zwei Karten zu erstellen:
Darüber hinaus werden die Daten verzögert in die globale Karte integriert, da die Positionsschätzung evtl. während des Verzögerungszeitraums noch verbessert werden kann. Beispielsweise kann der Inhalt der lokalen Karte (aktuell) mit dem Inhalt der globalen Karte verglichen werden, wenn bereits erkundete Bereiche erneut besucht werden. Durch einen solchen Algorithmus lässt sich die Positionsschätzung deutlich verbessern (d.h. auch, dass deren Unsicherheit abnimmt), sofern der kumulierte Fehler nicht zu groß ist. ErgebnisseDas vorgestellte Zweikarten-Verfahren wurde implementiert und getestet.
Fazit
Weitere Informationen über unseren Roboter findet man auf den Seiten der Arbeitsgruppe Visuelle Sensorik und Informationsverarbeitung von Prof. R. Mester. Bei weiteren Fragen steht der Autor per E-Mail zur Verfügung. Holger Friedrich |
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Webmaster, 11-JAN-2006
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